Haare

Maennerhaar Duisburg bei Dr. Eichelberg

Was Sie schon immer über Haare wissen wollten

Wussten Sie schon, dass…

  • Männerhaar schneller als Frauenhaar wächst
  • das Haar bei warmen Wetter schneller wächst
  • Haare im Alter langsamer wachsen
  • das Haarwachstum durch Schneiden oder Rasieren nicht beeinflusst wird
  • Männerhaar dichter ist als Frauenhaar
  • die Haarfarbe und die Zahl der Haare im Alter abnimmt?

Alle Haare zusammen wachsen täglich um 30 Meter

Unsere Kopfhaut trägt pro Quadratzentimeter bis zu 200 einzelne Haare. Zusammen genommen ist die Haarproduktion immens: Rund 30 Meter „Hornfäden“ sprießen täglich aus unserem Körper!

So fein und doch so vielschichtig

In unseren Breitengraden sind Haare durchschnittlich 0,04 bis 0,08 mm dick. Stärkeres Haar findet man in Südeuropa oder Asien, wo der Durchmesser bis zu 0,10 bzw. 0,12 mm betragen kann.

Wie Finger- und Fußnägel sind unsere Kopfhaare "Hautanhangsgebilde" und bestehen aus der Eiweißverbindung Keratin. Von innen nach außen baut sich das Haar aus Mark, Faser- und Schuppenschicht auf.

Die äußere Schicht bilden etwa sieben Lagen Schuppen, die wie die Ziegel auf einem Dach übereinander geschichtet liegen. Ihr Zustand ist dafür verantwortlich, ob das Haar glänzt oder stumpf wirkt: Liegen die äußeren Schuppen flach an, reflektieren sie einfallendes Licht und glänzen; wenn sie sich aber sträuben und „gegen den Strom“ aufrichten, so schlucken sie das Licht und wirken stumpf.

Diese Schuppenschicht kann man auch fühlen: Wenn man mit den Fingern von der Wurzel bis zur Haarspitze fährt – oder umgekehrt.

Wer will sie zählen?

Rund 100.000 Haare wachsen durchschnittlich auf dem Kopf eines Menschen. Es gibt aber Unterschiede: Die Haarmenge steht in Beziehung zur Haarfarbe. Blonde Menschen haben feineres Haar und dafür rund 20% mehr. Rot- und dunkelhaarige Menschen haben zwar stärkeres Haar, dafür aber rund 20% weniger.

Eine Augenbraue besteht aus rund 300 Härchen, um das Auge gruppieren sich rund 200 Wimpernhaare.

Wächst doppelt so schnell, ist doppelt so dick

Der männliche Bart besteht aus 7.000 bis 15.000 Haaren; das entspricht der Menge Haare, die eine Frau an Unterarmen und Beinen zusammen hat. Etwa sechs Jahre lang wächst ein männliches Barthaar, dann macht es Platz für ein neues.

Wie lange ein Haar wächst, hängt von den sogenannten Steuerzellen ab. Sie schütten Wachstumsfaktoren an der Haarwurzel aus. Dadurch teilen sich die untersten Haarzellen und das Haar wächst - pro Monat etwas über einen Zentimeter. Weibliche Behaarung wächst zuweilen langsamer.

Ein Barthaar ist außerdem doppelt so dick wie ein Frauenhaar und in trockenem Zustand fast so widerspenstig wie Kupferdraht.

Durchschnittlich verbringt ein Mann etwa 3.350 Stunden - also etwa 150 Tage seines Lebens - mit der Haarentfernung im Gesicht. Dabei rasiert er insgesamt bis über 800 Meter Barthaar ab.

Das Längenwachstum

Das Längenwachstum von Haaren ist unterschiedlich stark. Kopfhaare wachsen im Monat etwa 1 bis 1,5 cm, Barthaare etwas mehr, Augenbrauen etwas weniger.

Wenn Augenbrauen wachsen, wieso kann ich dann immer noch etwas sehen? Sowohl das Haupthaar als auch die Körperbehaarung hat einen natürlichen „Längenstopp“, was im Falle der Augenbrauen eine freie Sicht garantiert!

Und stark sind sie auch!

Ein unbehandeltes, trockenes Haar kann je nach Dicke 40 bis 100 g tragen, bevor es reißt. Nasse Haare reißen schon bei der Hälfte der Belastung.

Bevor Haare reißen, lassen sie sich um bis zu 40% ihrer Länge dehnen, nasse Haare sogar um das Doppelte. Das ist jedoch nicht zu empfehlen, denn bei einer Dehnung von mehr als 10% bildet das Haar sich nicht mehr zurück. Es verharrt wie ein ausgeleiertes Gummiband und ist in seiner Struktur geschädigt.

Wenn die Haare schlafen

Jedes unserer Kopfhaare hat seine eigene zyklische Aktivität: Es wächst, ruht, treibt neu aus, das alte wird ausgeschoben... Dies sind die Phasen des Haarwuchses: Anagenphase: Sie ist die Wachstumsphase des Haares und dauert drei bis sieben Jahre. Das Haar wird vom umgebenden Gefäßnetz über die Wurzel (Follikel) ernährt. Katagenphase heisst die Ruhephase des Follikels von einigen Wochen, dabei wird das Haar von der Substratversorgung abgelöst. Telogenphase: Sie ist die Abstoßungsphase des Haares aus dem Follikel, an die sich wieder eine Anagenphase für neues Haar anschließt.

Bedeutung der Haare im Laufe des Lebens

Die Haare entstehen vor der Geburt. Ihre Entwicklung beginnt mit der 6. Schwangerschaftswoche, wenn ca. fünf Millionen Haarfollikel angelegt werden. Nach der Geburt kommen keine neuen Haarfollikel mehr hinzu. Obwohl der Mensch genauso viel Haarfollikel besitzt wie ein Schimpanse, hat er nicht so viele Haare, denn nicht in jedem Haarfollikel wächst auch tatsächlich ein Haar.

Allerdings kann ein Haarfollikel im Laufe des Lebens mehrere Haartypen entwickeln: So fangen die Haarfollikel im Gesicht eines Mannes erst mit der Pubertät an, Barthaare zu entwickeln. Gleiches gilt für die Schambehaarung.

Wie dick ein Haar wird, hängt vom Durchmesser der Haarfollikel ab und ist von außen nicht zu beeinflussen. Feines Kinderhaar wird nach und nach dicker, weil die Haarfollikel an Umfang zunehmen.

Im Zuge des Älterwerdens reduziert sich dann auf der Kopfhaut eines jeden Menschen die Haardichte. Das ist eine ganz normale physiologische Reaktion, wie die Auswirkungen saisonaler Schwankungen: Der biologische Haarwechsel zwischen "Sommer- und Winterfell" findet auch beim Menschen statt - wenn auch nur in sehr schwacher Form. So fallen im Frühjahr und im Herbst dafür prädestinierten Personen mehr Haare aus.

Dennoch sind die Übergänge von normalem zu krankhaftem Haarausfall fließend. Haben Sie das Gefühl, ungewöhnlich viele Haare zu verlieren? Der Haararzt klärt ab, wo die genauen Ursachen liegen und leitet, wenn nötig, eine Behandlung ein.

 
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